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BIST
DU BORG?) |
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4.2.1999 |
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Besonders auffällig wird die Technisierung des Körpers an der Sprache, mit der zum Beispiel Gene ins Bewußtsein gebracht werden. Leben wird, seit Natur zur Biologie und Biologie zu einer Frage der Genetik geworden ist, als materialisierte Information verstanden, vorherbestimmt durch das Gen. Vom Standpunkt des Gens aus betrachtet, ist also das Ganze nicht die Summe seiner Teile, sondern, die Teile umfassen das Ganze. Gene sind nicht mehr Teil des Fleisches, sondern etwas völlig Eigenständiges. Gene ersetzen in diesem Sinne nicht nur Organismen, sondern sie stehen statt Menschen und Nicht-Menschen als Generatoren des Lebendigen und lassen sich somit problemlos als Ware in den kapitalistischen Kreislauf einführen. Um aber für die Vorstellung greifbar und damit glaubhaft zu werden, wird in allen Diskursen um Gene ununterbrochen die Formel Das Leben selbst unter gleichzeitiger Verwendung von gott- und schöpferähnlichen Metaphern eingesetzt. Eigentlicher Zweck dieser semiotischen Praxis ist es, Brauchbares, d.h. verwertbares Wissen herzustellen. |
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