Züchtung eines Arms. Projekt
Urs Richle
 

 

 

15.11.1999


 

 

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"ZÜCHTUNG EINES ARMS":
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Ein paar tausend Zellen vermehren sich, ersonnen und gesponnen von einem mit den Brüdern befreundeten Chemiker - das sonst im Gebärmutterdunkel verborgene Wunder: Ein paar tausend Zellen vermehren sich zu 200 Millionen und wachsen wohlgeordnet zusammen. "Organzellen sind soziale Wesen", erklärt Jerry. Im elften Stock des Laboratoriums reift im Bioreaktor das Körpergewebe heran, das noch kein Forscher versteht. Ein paar tausend Zellen vermehren sich vier Wochen lang nach der Operation. "Organzellen sind soziale Wesen", erklärt Jerry. "Organzellen sind soziale Wesen", erklärt Jack. Im elften Stock des Laboratoriums sitzen die Jungforscher wie Sloterdijk auf Barhockern nebeneinander.
"Organzellen sind soziale Wesen", erklärt Jerry. Die zu Fleisch, Adern oder Knorpel verwachsenen Zellen aber bleiben. Das war Jacks Idee. "Organzellen sind soziale Wesen", erklärt Jerry. Stets bauen die Brüder ihre Kunstorgane, ersonnen und gesponnen von einem mit den Brüdern befreundeten Chemiker, nach der Operation. Mehr als fünfzig Nagetiere pro Woche bekommen synthetische Organe. Später löst sich das Stützkorsett auf. "Organzellen sind soziale Wesen", erklärt Jack. Draussen sitzen die Jungforscher wie Spalierobst auf Barhockern nebeneinander - das sonst im Gebärmutterdunkel verborgene Wunder: Ein paar tausend Zellen vermehren sich zu 200 Millionen und wachsen wohlgeordnet zusammen. Stets bauen die Brüder ihre Kunstorgane – das war Jerrys Idee – nach der Operation. In den Glaskolben des kühlschrankgrossen Geräts schweben Fensterputzer wie Sloterdijk vorbei.
Das war Jarrys Idee. "Organzellen sind soziale Wesen", erklärt Jack. Im elften Stock des Laboratoriums reift im Bioreaktor das Körpergewebe heran, das auch Sloterdijk noch nicht versteht. Stets bauen die Brüder ihre Kunstorgane über die Gazeflechte im Bioreaktor. Stets bauen die Brüder ihre Kunstorgane – die Nährlösung aus Eiweiss, Traubenzucker und Spurenmineralien, versetzt mit Penicillin zur Desinfektion – ersonnen und gesponnen von einem mit den Brüdern befreundeten Chemiker, nach der Operation. Das war Jacks Idee. "Organzellen sind soziale Wesen", erklärt Jack. Nur an der Formung der Gaze und an den daraufgeträufelten Zellen reift im Bioreaktor das Körpergewebe heran, das Jack bereits in Serie herstellt. "Organzellen sind soziale Wesen", erklärt Jack. Drinnen entscheidet Sloterdijk, ob Jack Ohren züchten lässt oder Jarry seine Lebern. "Organzellen sind soziale Wesen", erklärt Jerry. "Organzellen sind soziale Wesen", erklärt Jack. Draussen sitzen die Jungforscher wie Spinnenmänner auf Barhockern nebeneinander, die Jack bereits in Serie herstellt. Stets bauen die Brüder ihre Kunstorgane – das war Jerrys Idee – nach der Operation. Jack – die Nährlösung aus Eiweiss, Traubenzucker und Spurenmineralien, versetzt mit Penicillin zur Desinfektion vor sich ? bekommt unter Kohlendioxidbegasung synthetische Organe. Mehr als fünfzig Nagetiere pro Woche sterben nach der Operation. "Organzellen sind soziale Wesen", erklärt Jerry. Zwischen den Poren – das war Jacks Idee – einer schwammartigen Gaze aus Milchsäurepolymer reift im Bioreaktor das Körpergewebe heran, das noch kein Forscher versteht.
Stets bauen die Brüder ihre Kunstorgane – die Nährlösung aus Eiweiss, Traubenzucker und Spurenmineralien, versetzt mit Penicillin zur Desinfektion – , gewonnen aus chemisch zersetzten Tierorganen, nach diesem Prinzip. Draussen rankt sich Gewebe empor wie Spalierobst. In den Glaskolben des kühlschrankgrossen Geräts schweben Fensterputzer wie Spalierobst vorbei, ziehen die richtigen Nachbarn heran und formen Gestalten, die auch Sloterdijk noch nicht versteht. "Organzellen sind soziale Wesen", erklärt Jerry. Mit einem eingefügten Gerüst sitzen die Jungforscher wie Spalierobst auf Barhockern nebeneinander. Jerry – Leberzelle an Leberzelle, Aderngeflecht dazwischen, Hüllengewebe aussenherum ? spült. Nur an der Formung der Gaze und an den daraufgeträufelten Zellen – versetzt mit Penicillin zur Desinfektion – sitzen die Jungforscher wie Spinnenmänner auf Barhockern nebeneinander und beobachten wie Sloderdijk – inmitten eines Gewirrs aus Pumpen und Schläuchen – das sonst im Gebärmutterdunkel verborgene Wunder: Ein paar tausend Zellen vermehren sich zu 200 Millionen und wachsen wohlgeordnet zusammen. Stets bauen die Brüder ihre Kunstorgane nach diesem Prinzip. Fast alle sterben kurz nach der Operation. In den Glaskolben des kühlschrankgrossen Geräts sitzen die Jungforscher wie Spalierobst auf Barhockern nebeneinander haben betäubte Ratten mit Klebeband auf die Tische vor sich geheftet und nähen. "Organzellen sind soziale Wesen", erklärt Jerry. Fast alle und bei exakt 36,8 Grad Celsius bekommen synthetische Organe. Zwischen den Poren – die Nährlösung aus Eiweiss, Traubenzucker und Spurenmineralien, versetzt mit Penicillin zur Desinfektion ? und einer schwammartigen Gaze aus Milchsäurepolymer vollzieht sich die Fleischwerdung, die auch Sloterdijk noch nicht versteht. Peter Sloterdijk, inmitten eines Gewirrs aus Pumpen und Schläuchen, bekommt synthetische Organe nach diesem Prinzip. Ein paar tausend Zellen vermehren sich vier Wochen lang nach der Operation. Nur durch die daraufgeträufelten Zellen – das war Jerrys Idee – reift im Bioreaktor das Körpergewebe heran. Ein purpurner Cocktail spült. "Organzellen sind soziale Wesen", erklärt Jack. Peter Sloterdijk, inmitten eines Gewirrs aus Pumpen und Schläuchen, bekommt vier Wochen lang synthetische Organe. "Organzellen sind soziale Wesen", erklärt Jerry. In den Glaskolben des kühlschrankgrossen Geräts vollzieht sich die Fleischwerdung, die auch Sloterdijk noch nicht versteht. Jerry spült. Drinnen sitzen die Jungforscher wie Sloterdijk auf Barhockern nebeneinander haben betäubte Ratten mit Klebeband auf die Tische vor sich geheftet und nähen das sonst im Gebärmutterdunkel verborgene Wunder. Mehr als fünfzig Nagetiere pro Woche und bei exakt 36,8 Grad Celsius bekommen synthetische Organe. Zwischen den Poren – behauptet Sloterdijk ? und einer schwammartigen Gaze aus Milchsäurepolymer sitzen die Jungforscher auf Barhockern nebeneinander, ziehen die richtigen
Nachbarn heran und formen Gestalten. die auch Sloterdijk noch nicht versteht. "Organzellen sind soziale Wesen", erklärt Jerry. In den Glaskolben des kühlschrankgrossen Geräts sitzen die Jungforscher wie Spinnenmänner auf Barhockern nebeneinander die auch Sloterdijk noch nicht versteht. Im elften Stock des Laboratoriums tauschen sich die Zellen untereinander aus, ziehen die richtigen Nachbarn heran und formen Gestalten: Leberzelle an Leberzelle, Aderngeflecht dazwischen, Hüllgewebe aussenherum. Drinnen reift im Bioreaktor das Körpergewebe heran, zieht die richtigen Nachbarn heran und formt Gestalten, die noch kein Forscher versteht. "Organzellen sind soziale Wesen", erklärt Jerry. Mit einem eingefügten Gerüst reift im Bioreaktor das Körpergewebe heran, das sonst im Gebärmutterdunkel verborgene Wunder: Ein paar tausend Zellen vermehren sich zu 200 Millionen und wachsen wohlgeordnet zusammen. Drinnen tauschen sich die Zellen untereinander aus. Peter Sloterdijk – unter Kohlendioxidbegasung – spült nach diesem Prinzip. Mehr als fünfzig Nagetiere pro Woche sterben kurz nach der Operation. "Organzellen sind soziale Wesen", erklärt Jack. Im elften Stock des Laboratoriums sitzen die Jungforscher auf Barhockern nebeneinander, das Jack bereits in Serie herstellt. Durch chemische Gespräche – die Nährlösung aus Eiweiss, Traubenzucker und Spurenmineralien, versetzt mit Penicillin zur Desinfektion –, die noch kein Forscher versteht, lassen sich die Zellen dazu überliste, Gestalt anzunehmen. Mehr als fünfzig Nagetiere pro Woche bekommen synthetische Organe. Mehr als fünfzig Nagetiere pro Woche – Leberzelle an Leberzelle, Aderngeflecht dazwischen, Hüllengewebe aussenherum – bekommen synthetische Organe. "Organzellen sind soziale Wesen", erklärt Jerry. Drinnen sitzen die Jungforscher wie Spinnenmänner auf Barhockern nebeneinander das Jack bereits in Serie herstellt. Drinnen tauschen sich die Zellen untereinander aus, ziehen die richtigen Nachbarn heran und formen Gestalten: Leberzelle an Leberzelle, Aderngeflecht dazwischen, Hüllgewebe aussenherum. Das war Jacks Idee.