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| Bad in Oslo I Mirko Bonné |
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26.4.1999 | |||
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Sechs Minuten meines Gewinns waren verstrichen. Daß ich nicht zusehen durfte, wie der Gesäßabdruck zustandekam, widersprach strenggenommen den Warner-Turner-Regeln. "In Anwesenheit des Quizsiegers wird der Prominente ", hatte der Spielleiter gesagt. Gut, ich war anwesend. Wer aber garantierte mir bitte, daß die Außenministerin mich nicht anlügen würde, und wer, daß sie wirklich erst ihr Gesäß bemalte, bevor sie den leeren Bogen dagegenpreßte, daß sie also nicht gleich irgendetwas auf das Blatt malte, einen in diesem Fall ja wohl gefälschten Abdruck? "Ich habe das gute Recht, zu sehen, was sie ", sagte ich und drehte mich um. Vorm Fenster fuhren die drei Schneepflüge vorbei. Madeleine Albright saß auf dem Wannenrand und blickte fassungslos auf das Blatt, das sie in Händen hielt und das ich natürlich erbost auf der Stelle an mich riß und gegen das Badfenster hielt: |
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