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Ihr Onkel liegt
da wie eine Larve, umhüllt von Mull und Verbänden, und ihr Vater
kann nicht aufhören, Witze darüber zu machen; er schüttelt
sich aus vor Lachen, und ihr Onkel kann nichts anderes tun als mitlachen;
er liegt da, in seinem Korsett, in dem ganzen weißen Zeug, das ihn
umgibt, nur sein Kopf schaut heraus, und niemand weiß, ob die Tränen,
die über sein Gesicht laufen, vom Lachen kommen oder vom Schmerz; ihr
Onkel hat einen Lungenriß, und Lachen ist das Dümmste, was man
mit einem Lungenriß tun kann, aber er hat keine Wahl; sein Bruder
reißt eine Posse nach der anderen und wischt sich die Tränen
aus dem Gesicht, und er kann nicht wischen, weil seine Hände verbunden
sind; die Tränen ihres Onkels laufen in schmalen Rinnsalen aufs Krankenhauskopfkissen;
sie tritt auf ihn zu und versucht, in seinem Lachen etwas zu erkennen, einen
Hilfeschrei, irgend etwas; sie sieht ihren Vater an und will, daß
er aufhört, ihren Onkel zum Lachen zu bringen, weil selbst das Atmen
ihn schmerzt, wie er sagt; er sagt, es zerreißt ihn fast, zu atmen,
aber sie hört aus seinem Lachen nichts heraus, keinen Schmerz, kein
Vergnügen, es ist das Lachen einer Maschine, und es gibt keinen Ort
darin, an dem sie sich niederlassen möchte.
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