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Von weitem sind vier Personen zu erkennen. Ich weiß
nicht, ob sie dabei ist. Sie rauchen und bilden einen Kreis und beugen
sich zueinander, aber es sieht nicht so aus, als würden sie sich
unterhalten. Es sind vier gebeugte Gestalten im Nebel, die einen Kreis
bilden und rauchen, und manchmal beschreibt einer von ihnen mit dem Fuß
eine Figur auf den Boden, die nicht aussieht als hätte sie irgendeine
Bedeutung. Sie reden nicht, und sie zeichnen mit ihren Schuhspitzen keine
Pläne: Sie machen die Bewegungen von Leuten, die zusammenstehen und
sich nichts zu sagen haben. Es ist kalt, und niemandem von den Vieren
fällt etwas ein. Sie sind einfach da und rauchen und scharren mit
den Füßen Zeichen in die Erde, die keiner versteht.
Ich bin jetzt etwa zehn Schritte von ihnen entfernt und kann immer noch
nichts erkennen. Ich sehe nur ihre Umrisse, die sich schwarz durch den
Nebel zeichnen wie Scherenschnitte hinter Milchglas. Da niemand etwas
sagt, ist es eigentlich unmöglich auszumachen, ob Frauen dabei sind,
aber ich glaube, es ist keine Frau unter ihnen. Die vier stehen auf eine
Art zusammen, die erkennen läßt, daß es ihnen darum nicht
geht. Sie sehen nicht aus wie Wartende. Sie sehen aus wie Stehende, die
nichts anderes zu tun haben als zu stehen, und mein Schritt wird schneller,
als ich merke, daß ich an ihnen vorbei gehen könnte, ohne daß
sie Notiz von mir nähmen. Sicher, ich gehe einfach vorbei und schaue
kurz hoch, das wird niemand bemerken. Sie sind viel zu sehr in das vertieft,
was sie tun; stehen und rauchen und nicht warten.
Mir ist plötzlich ganz leicht zumute, als ich näher komme; schließlich
habe ich nichts mit ihnen zu schaffen. Ich will mich nur vergewissern,
daß sie nicht bei ihnen steht. Ich werde vorbeigehen und mich nicht
umdrehen.
Als ich sie fast erreicht habe, bewegen sie sich wie auf Kommando. Es
ist eine gespenstische Bewegung, die gleichzeitig ein Drehen und ein Auseinanderdriften
ist. Die Gruppe hat sich auf einmal so formiert, daß ich genau auf
sie zulaufe, und es ist zu spät, meine Richtung zu ändern. Wenn
ich das täte, wäre das ein Eingeständnis, auf das sie gewartet
haben, das Eingeständnis einer Absicht.
Ich lasse mich also ohne Gegenwehr in die Lücke ziehen, spüre
Arme, die sich in meine haken, und wage es nicht, aufzusehen. Sie warten,
bis auch ich den Kopf schief lege und mit meiner Schuhspitze Zeichen in
den Sand male, dann lassen sie los.
Nach einer Zeit, für die ich kein Gefühl mehr habe, hebe ich
den Kopf und sehe vorsichtig nach links, nach vorn, dann nach rechts,
aber es hilft nichts; ich sehe immer nur Krägen und Kapuzen und den
Atem, der aus ihren Mündern kommt. Jeder hat seinen Kopf so gedreht,
daß ihm kein anderer ins Gesicht sehen kann, und plötzlich
weiß ich nicht mehr, ob ich überhaupt gezogen worden bin oder
ob ich mich freiwillig in die Lücke gestellt habe, aber das ist jetzt
egal. Ich gehöre jetzt zu ihnen. Ich stehe jetzt hier und rauche
und scharre und warte nicht.
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